Quet­zin­er Strand wird am 2. PSV Sport­tag zur Sportarena

5 min

28. Juni 2026

Raimo Schwabe

Triathleten und Helfer 2026
Triathleten und Helfer 2026

2. PSV Sport­tag verbindet Bewe­gung und Gemein­schaft – region­al und überregional

Noch bevor der erste Startschuss für den 2. Sport­tag des Plauer SV mit Triathlon und Beach-Turnier am 20. Juni fiel, präsen­tierte sich der Quet­zin­er Strand als per­fek­te Sportkulisse: Die Beachvol­ley­ballfelder waren vor­bere­it­et und markiert, Bojen lagen im Wass­er, Fahrräder standen in Reih und Glied, und ent­lang der Streck­en herrschte bere­its geschäftiges Treiben. Die Phys­io­ther­a­pie des MEDICLIN Reha-Zen­trums hat­te ihre Behand­lungsplätze ein­gerichtet, der ASB bere­it­ete die Absicherung im Wass­er vor, ent­lang der Strecke standen bere­its die ersten Posten bere­it und über­all wur­den let­zte Hand­griffe erledigt.

Von den 50 zuge­lasse­nen Star­terin­nen und Startern stell­ten sich schließlich 40 der Her­aus­forderung im Triathlon – krankheits- und wet­terbe­d­ingt kon­nten nicht alle antreten. Gle­ichzeit­ig gin­gen 16 Mannschaften beim Quat­tro-Beachvol­ley­ball­turnier an den Start. Damit waren bei­de Wet­tbe­werbe nahezu voll­ständig aus­ge­lastet – ein deut­lich­es Zeichen dafür, wie gut sich der PSV Sport­tag bere­its im zweit­en Jahr entwick­elt hat.

Unsere jüng­ste Teil­nehmerin ist 16 Jahre alt, der älteste Starter 64 – bei­de sind richtig gute Sportler“, so Raimo Schwabe, Abteilungsleit­er der Hand­bal­labteilung des Plauer SV und maßge­blich­er Organ­isator der Ver­anstal­tung. Beson­ders freute ihn die bunte Mis­chung aus erfahre­nen Ath­leten, Freizeit­sportlern, Urlaubern sowie Teil­nehmerin­nen und Teil­nehmern aus der Region, aber auch von weit­er her.

Pünk­tlich um 9.45 Uhr eröffneten Schwabe, Bürg­er­meis­ter Sven Hoffmeis­ter und Catrin Grabow, Lei­t­erin der Phys­io­ther­a­pie im MEDICLIN Reha-Zen­trum Plau am See, den Sport­tag. Wer zu uns kommt, erfährt magis­che Hände“, ver­sprach Grabow mit stolzem Blick auf ihr fün­fköp­figes Azu­bi-Team, das die Sport­lerin­nen und Sportler den gesamten Tag über ther­a­peutisch betreute – von der Vor­bere­itung bis zur Regen­er­a­tion nach dem Zieleinlauf.

Drei Diszi­plinen, eine Herausforderung

Der Triathlon ver­langte den Teil­nehmerin­nen und Teil­nehmern einiges ab. Nach 500 Metern Schwim­men rund um die aus­gelegten Bojen im Plauer See fol­gten 20 Kilo­me­ter Rad­fahren auf ein­er vier­mal zu absolvieren­den Rund­strecke. Den Abschluss bildete ein fünf Kilo­me­ter langer Lauf durch den Plauer Heilwald.

Damit sich die Ath­letinnen und Ath­leten ganz auf ihre Leis­tung konzen­tri­eren kon­nten, waren ent­lang der gesamten Strecke Helferin­nen und Helfer des PSV im Ein­satz. Sie wiesen den Weg, sicherten Kreuzun­gen und feuerten die Sport­lerin­nen und Sportler immer wieder an. An drei Ver­sorgungssta­tio­nen sorgten Wass­er und Bana­nen dafür, dass nie­mand auf dem heißen Par­cours ohne neue Energie weit­er­laufen oder weit­er­fahren musste.

Auch Bürg­er­meis­ter Hoffmeis­ter stellte sich der Her­aus­forderung – trotz ein­er noch nicht voll­ständig aus­ge­heil­ten Sportver­let­zung. Ihm ging unter­wegs nicht die Puste aus, dafür aber seinem Fahrrad: Ein großes Loch im Reifen machte alle Pumpver­suche zunichte. Kurz­er­hand wech­selte er auf ein Ersatzrad und trat erneut kräftig in die Pedalen.

Span­nende Ball­wech­sel im Sand

Während im See, auf den Straßen und im Heil­wald um jede Sekunde gekämpft wurde, ging es auf den Beachvol­ley­ballfeldern nicht weniger engagiert zu. Ins­ge­samt 16 Mannschaften aus Plau am See, der Region und sog­ar von der Insel Poel liefer­ten sich span­nende und über weite Streck­en aus­geglich­ene Begeg­nun­gen. Gespielt wurde im Quat­tro-Modus mit vier Aktiv­en pro Team, darunter min­destens ein­er Frau auf dem Feld.

Janine aus der Plauer Heim­mannschaft und Mit­glied des Organ­i­sa­tion­steams um Andreas Lenk zeigte sich schon kurz nach Turnier­be­ginn begeis­tert: Die Stim­mung ist super! Alle haben Lust. Ich hoffe, wir bleiben ver­let­zungs­frei. Bis jet­zt laufen hier span­nende und rel­a­tiv aus­geglich­ene Spiele.“

Mit­fiebern aus­drück­lich erwünscht

Ob am Rand der Spielfelder oder ent­lang der Triathlon­streck­en – über­all wurde mit­ge­fiebert. Zuschauerin­nen und Zuschauer klatscht­en Beifall, feuerten laut­stark an und begleit­eten die Sport­lerin­nen und Sportler voller Begeis­terung auf ihrem Weg ins Ziel.

Wir unter­stützen Olli und Thomas, die unser Wohn­quarti­er Am Köp­ken im Triathlon vertreten“, sagte eine junge Mut­ter, die gemein­sam mit ihren Nach­barn als Team Köp­ken“ ein großes Ban­ner hochhielt. Mit viel Applaus, Jubel und laut­starken Anfeuerungsrufen tru­gen sie ihre bei­den Sportler förm­lich durch den Wettkampf.

Auch auf den Zuschauer­bänken der Beachan­lage wurde mit­ge­fiebert. Ein Groß­vater ver­fol­gte das Turnier beson­ders aufmerk­sam, weil sein Enkel für die Lübz­er Sun­block­er auf dem Feld stand. Ich sehe ihn heute zum ersten Mal spie­len. Es ist toll hier“, sagte er und genoss sichtlich die Mis­chung aus sportlichem Wet­tkampf und entspan­nter Strandatmosphäre.

Magis­che Hände und Kalo­rien für müde Muskeln

Kaum waren die ersten Zielein­läufe geschafft, füll­ten sich die Behand­lungsplätze der Phys­io­ther­a­pie. Mobil­i­sa­tion, Dehnun­gen, Tap­ing und Regen­er­a­tion standen nun im Mittelpunkt.

Wir haben die Ath­letinnen und Ath­leten schon im Vor­feld betreut und die Vol­ley­baller auch mit Tapes ver­sorgt“, erk­lärte Catrin Grabow. Beson­ders stolz zeigte sie sich auf ihr fün­fköp­figes Azu­bi-Team: Wir brin­gen uns hier als Nach­barn ein und ermöglichen gle­ichzeit­ig unseren Auszu­bilden­den prax­is­na­he Erfahrungen.“

Für die Nach­wuch­sphys­io­ther­a­peuten bot der Sport­tag ide­ale Bedin­gun­gen. Sie begleit­eten die Wet­tkämpfe den gesamten Tag über und sam­melten dabei wertvolle Erfahrun­gen im Umgang mit Belas­tung, Regen­er­a­tion und sportmedi­zinis­ch­er Erstversorgung.

Ein­er der ersten Fin­ish­er war Fritz. Während er seine Energiere­ser­ven mit ein­er Banane auf­füllte, zog er zufrieden Bilanz: Schwim­men fällt mir am leicht­esten. Da ich aber viel laufe und im All­t­ag ohne­hin Rad fahre, waren auch die anderen Diszi­plinen kein Prob­lem.“ Sein Faz­it fiel eben­so pos­i­tiv aus wie der all­ge­meine Tenor der Teil­nehmer: Es ist super organ­isiert – und macht total Spaß.“

Ein­satz hin­ter den Kulissen

Dass der Sport­tag so rei­bungs­los ver­lief, war das Ergeb­nis monate­langer Vor­bere­itung. Mit der Organ­i­sa­tion – Auss­chrei­bung, Genehmi­gun­gen, Streck­en­pla­nung und vie­len Details – haben wir bere­its im März begonnen“, berichtete Raimo Schwabe. Heute Mor­gen haben wir unsere Schilder schon um fünf Uhr im Heil­wald aufgestellt.“

Sein Dank galt den zahlre­ichen Helferin­nen und Helfern des Plauer SV, dem Bauhof der Stadt Plau am See, dem ASB, dem Wasser­sportvere­in für die Absicherung auf dem Wass­er, der Phys­io­ther­a­pie des MEDICLIN Reha-Zen­trums mit ihrem engagierten Azu­bi-Team, der Gas­tronomie am Strand sowie auch vie­len anderen Begleit­er­schei­n­un­gen, wie zum Beispiel die Bere­it­stel­lung der Umk­lei­dek­abi­nen durch Kinzi. 

Gemein­sam bewegt

Am Ende blieb weit mehr als eine Ergeb­nis­liste. Der 2. PSV Sport­tag zeigte ein­drucksvoll, was Sport in Plau am See bewirken kann: Men­schen liefen, schwammen, radel­ten, spiel­ten, halfen, feuerten an und erlebten gemein­sam einen Tag voller Bewe­gung, Fair­ness und Gemein­schaft. Ein­heimis­che, Urlauber und Gäste rück­ten ein Stück näher zusam­men – auf der Strecke, am Spielfel­drand und im Ziel.

Für Raimo Schwabe fiel das Faz­it deshalb ein­deutig aus: Es war ein durch und durch gelun­gener 2. PSV Sport­tag – mit bester Stim­mung, tollen sportlichen Leis­tun­gen und vie­len engagierten Helferin­nen und Helfern. Näch­stes Jahr muss es auf jeden Fall in die dritte Runde gehen und dieses Sportevent am Leben gehal­ten werden. 

Jut­ta Sip­pel, Raimo Schwabe