mJB — Kantersieg gegen Liganachbarn mit Fundament aus den Übungsstunden
Männliche Jugend B
2 min
10. März 2025
Steffen Humboldt

Am vergangenen Samstag war es wieder soweit, Wettkampftag in eigener Halle für die SeaBulls der männlichen Jugend B. Zu Gast diesmal Liganachbar TSG Wittenburg. Den Konkurrenten auf eine Medaille auf Abstand mit einem Sieg halten, sollte Ziel der Partie sein. Mit einem kleinen Schreck am Samstag morgen mit zugesagten sechs Spielern musste Trainer Humboldt die Orga-Trommel etwas rühren, sodass Minimum ein sieben gegen sieben möglich wäre. Nach einigen Missverständnissen standen zehn Spieler bereit, eine doch nun Schlagkräftige Truppe. Ein Spiel auf Augenhöhe sollte den Seestädtern bevor stehen, mit klaren letztem Tor für Plau.
Rein ins Vergnügen und mit Zielvorgabe Sieg sollte der Schwung aus den letzten gewonnenen Spielen mitgenommen werden. Klar am Konzept angelehnt, durfte heute eine neue Variante im Freistoßverhalten als Auslöser mit zur Auswahl stehen. Die SeaBulls setzten diese Variante auch gleich in den ersten Minuten der Partie erfolgreich um. So überraschten sie nicht nur den Gegner, sondern auch sich selbst mit den entstandenen Spielsituationen und erfolgreichen Abschlüssen. Die Seestädter brauchten aber Zusehens fast fünfzehn Minuten bis sie das erste Mal in Führung gingen (4:4, 7. Minute; 7:7, 10. Minute; 9:9, 14. Minute). Die SeaBulls fanden nun noch besser zu ihrem Spiel und zwangen den Gast in seine erste Auszeit (10:9, 15. Minute). Für eine kleine Justierung und Wechsel der eigenen Reihen nahm Humboldt dies dankbar an. So fruchtete die Erinnerung an die Auslöser mit Ziel Überzahl zu einem nun aufatmenden vier Tore Vorsprung (16:12, 23. Minute). Die Chance genutzt in den letzten Minuten einen Auslöser anzusagen, nutzten die Seestädter nochmal ihre Auszeit. Leider verloren sie unglücklich den Ball und mussten sogar noch eine zwei Minuten mit in die Halbzeit nehmen (17:13).
Mit Lob und mahnenden erinnernden Worten zu den nötigen Auslösern mit Überzahl sowie Korridor-Arbeit im Abwehr spielen ging es in die zweite Halbzeit. Ziel auch hier diese zu gewinnen, starteten die Seestädter in Unterzahl nur schleppend (18:16, 28. Minute). Wieder vollzählig konnten nun die Abwehrreihen neu gestellt und über die Dampflok und kontrolliertem Kreisspiel sowie Außenspiel sehenswerte Tore erzielt werden. Die Belohnung endete vorerst mit sechs Toren vor und einer weiteren Auszeit der Gäste (24:18, 33. Minute). Weiter ging die wilde Fahrt und die Seestädter erarbeiteten sich nun einen Ball nach dem anderen. Im Angriff wurden die Optionen der Auslöser optimal ausgespielt und so konnte jede Position zu erfolgreichen Abschlüssen beitragen, erstmals zu einem zehn Tore Vorsprung (28:18, 38. Minute). Es boten sich u.a. wieder Möglichkeiten weitere Spieler Einsatzzeit zu geben, ein Abriss der Linie war aber nicht gegeben. So spielten die SeaBulls in guter Manier zu Ende und erhielten zum Schlusspfiff noch einen sieben Meter, den Noah erfolgreich im Tor versenkte (37:26).
Ziel erfüllt und wieder eine geschlossene Mannschaftsleistung trugen zum Erfolg bei. Als Belohnung der hervorragenden vergangenen Spiele und letztem Heimspiel forderte Humboldt einen Siegeskreis. Aus dem kleinen gesetzten Samen am Anfang der Saison ist ein starker junger Baum entstanden. Seine Nährstoffe und sein Wasser erhält er aus den vielen positiv genutzten Übungsstunden in Beteiligung der Spieler und Aufmerksamkeiten, das Wissen in ein Wollen umzuwandeln, sodass ein Können entsteht. Weiter so SeaBulls! Momentan Platz zwei der Liga, da die Spielkollegen aus Bützow ihr Spiel noch nicht bestritten haben. Vielen Dank an die zahlreichen Zuschauer. Das letzte Spiel der „Hauptrunde“ bestreiten die Seestädter auswärts in Sternberg (22.03.2025). Die finalen Platzierungen könnten nach dem Wochenende (29.03.2025) feststehen, hier ist vorerst letzter Spieltag der Liga. Es bleibt weiter eng und so ist ein Sieg in Sternberg ebenfalls eine Pflicht, um sicher eine Medaille zu erhalten, was mehr als verdient wäre.