Klüschenberghölle bebt: BlackBulls trotzen Stralsund – Marschke trifft in letzter Sekunde zum Remis
1. Männermannschaft
1 min
23. Dez. 2025
Jacob Grabow
Was sich am Samstagabend, den 13. Dezember 2025, in der Plauer Klüschenberghölle abspielte, war nichts weniger als ein weiteres Ausrufezeichen der BlackBulls. Gegen den favorisierten Stralsunder HV II erkämpften sich die Plauer ein 26:26 (13:14) – und damit bereits das zweite Unentschieden in Folge in heimischer Halle. Der Punktgewinn hätte dramatischer und spannender nicht sein können: Paul Marschke traf mit der Schlusssirene aus neun Metern und sicherte seinem Team einen hochverdienten Zähler für die Tabelle.
Von Beginn an entwickelte sich ein intensives, temporeiches Oberliga-Spiel. Die BlackBulls begegneten den Gästen aus Stralsund mit viel Mut, hoher Laufbereitschaft und aggressiver Abwehrarbeit. Felix Langmann und Lennard Seehaus sorgten stetig für Torgefahr, während die Plauer Gastgeber immer wieder Lösungen gegen die bewegliche Stralsunder Defensive suchten und schließlich fanden. Dennoch gelang es den Gästen, sich kurz vor der Pause leicht abzusetzen – mit einem knappen 13:14 ging es in die Kabinen.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie völlig offen. Stralsund versuchte mehrfach, sich entscheidend abzusetzen, doch die BlackBulls ließen sich nicht abschütteln. Immer wieder kämpften sie sich heran, getragen von der lautstarken Unterstützung der Zuschauerinnen und Zuschauer. Besonders in der Schlussphase entwickelte sich ein echter Krimi: Nach dem 24:24-Ausgleich ließen beide Teams Chancen liegen, ehe Stralsund knapp zwei Minuten vor dem Ende erneut in Führung ging. Die Klüschenberghölle stand nun Kopf.
Nach einer Auszeit und dem letzten Angriff der Partie fassten sich die BlackBulls ein Herz. Der Ball kam zu Paul Marschke, der in letzter Sekunde aus neun Metern abzog – und eiskalt verwandelte. Mit der Sirene explodierte die Halle, Mitspieler und Fans lagen sich in den Armen. Ein Tor, das sinnbildlich für den unbändigen Willen dieses Teams stand. Dieses 26:26 fühlt sich für die BlackBulls wie ein kleiner Sieg an.
Nach dem Remis gegen Ribnitz nun erneut ein Punkt gegen einen starken Gegner – zwei Unentschieden in Folge in der Klüschenberghölle, die sich mehr und mehr als echte Festung entpuppt. Die Mannschaft zeigte erneut, dass sie kämpferisch, mental und spielerisch auf Augenhöhe agieren kann.
Zum Jahresabschluss steht für die Plauer Männer nun das letzte Spiel des Jahres 2025 an. Am Samstag, den 20.12., um 18:30 Uhr empfangen die BlackBulls den Bad Doberaner SV 90. Mit dem Rückenwind aus zwei starken Heimauftritten will das Team dort den nächsten Schritt machen.