Black­Bulls mit Mis­sion Klassen­er­halt in der Oberli­ga MV

2 min

07. Aug. 2026

Raimo Schwabe

Oberliga MV Männer 2026/2027
Oberliga MV Männer 2026/2027

Die Hand­ballmän­ner vom Plauer SV starten auch in der Sai­son 2026/2027 in der höch­sten Spielk­lasse des Lan­des, der Oberli­ga MV. Das ist keine Selb­stver­ständlichkeit und ist ver­bun­den mit Aufwand, Mut und Hindernissen. 

Ein­mal mehr sind die Black­Bulls der absolute Under­dog in der 12er Staffel. Jedes Spiel gegen zahlre­iche Reserve­mannschaften der Leis­tungszen­tren (Meck­len­burg­er Stiere, HC Empor Ros­tock, Stral­sun­der HV), aber auch gegen ambi­tion­ierte Teams der Liga (For­tu­na Neubran­den­burg, TSG Wis­mar, SV Warnemünde, Güstrow­er HV), ist eine Her­aus­forderung. Das ver­di­ent Respekt und Anerken­nung, denn in den Rei­hen des Plauer SV ste­hen fast auss­chließlich PSV Eigengewächse. Mit dieser Philoso­phie starten die Black­Bulls mit ihrem Train­erges­pann Raimo Schwabe und Stef­fen Hum­boldt in das Aben­teuer Oberli­ga. Die Mis­sion heißt ganz klar Klassen­er­halt. Ein Kad­er von zunächst zwanzig Spiel­ern, zuzüglich einiger Anschlusskad­er, stellt sich dieser Auf­gabe. Mit Lukas Boje und Tom Groth sind zwei junge Nach­wuchsspiel­er zurück­gekehrt und bilden zusam­men mit Moritz Grabow ab sofort ein Tor­wart­trio. Mit Nico Küsel ver­stärkt ein weit­er­er Spiel­er aus der Region (Mal­chow­er SV) den Rück­raum der Seestädter und wird Joshua Palasti erset­zen. Joshi wird der Mannschaft auf­grund ein­er schw­eren Kniev­er­let­zung die gesamte Sai­son nicht zur Ver­fü­gung stehen. 

Der per­sön­liche und finanzielle Aufwand in dieser Liga ist ver­gle­ich­sweise groß. Ein­er ersten Vor­bere­itungsphase vor der Som­mer­pause, fol­gen sechs inten­sive Wochen mit bis zur vier Train­ing­sein­heit­en in der Woche. Anbei zahlre­iche Test­spiele, ein Train­ingslager und ein Teamevent. Anbei aber auch Verpflich­tun­gen gegenüber dem Vere­in und dem eige­nen Nach­wuchs. So zeigen die Black­Bulls am Tag des Hand­balls“ nicht nur Präsenz, son­dern sind zugle­ich für die Absicherung der Ver­anstal­tung ver­ant­wortlich. Auch finanziell bal­ancieren die Black­Bulls und der Vere­in am oberen Lev­el ihrer Möglichkeit­en. Schied­srichter, Zeit­nehmer und Fahrkosten machen einen großen Teil der Unkosten aus. Dazu gesellen sich noch Selb­stver­ständlichkeit­en für diese Liga wie Start- und Hal­lenge­bühren, medi­zinis­ches Equip­ment, Verpfle­gung, Ausstat­tung u.ä., so dass am Ende ein fün­f­stel­liger Betrag für eine Sai­son aufzubrin­gen ist. Drumherum viel Organ­i­sa­tion, Öffentlichkeit­sar­beit und Herzblut. 

Alles andere als opti­mal sind einige Rah­menbe­din­gun­gen, mit denen Mannschaft und Train­er sich arrang­ieren müssen. Während zahlre­iche Lig­akon­tra­hen­ten bere­its Anfang August auf Hal­len­train­ing umgestellt haben, müssen die Black­Bulls in der unmit­tel­baren Vor­bere­itung auf die Beachare­na in Quet­zin auswe­ichen und kön­nen erst vier Wochen vor dem Punk­t­spielauf­takt in die heimis­che Klüschen­berghalle. Auch son­st sind die Train­ings- und Wet­tkampf­be­din­gun­gen auf­grund begren­zter Hal­len­zeit­en nicht opti­mal. Abge­se­hen vom Harzver­bot, ein erhe­blich­er Wet­tbe­werb­snachteil, müssen sich die Black­Bulls die Halle mitunter teilen.

Allen Umstän­den zum Trotz, haben sich die Black­Bulls den Klassen­er­halt auf die Fahne geschrieben. Ins­beson­dere in der Klüschen­berghalle müssen dafür die nöti­gen Punk­te einge­fahren wer­fen. Mit dem Slo­gan YOUseePLAU“ auf den Trikots der Seestädter, laden die Black­Bulls alle Zuschauer, Fans und Gäste zu den Heim­spie­len ein und machen zugle­ich Wer­bung für Plau am See. Wir benöti­gen unsere Fans als sieben­ten Mann, um als Under­dog in dieser Liga zu beste­hen“, so das Train­erges­pann Schwabe/​Humboldt. Eine Vor­bild­funk­tion für den Hand­ball­nach­wuchs und attrak­tiv­er Hand­ball­sport run­den die Palette an Vorhaben ab. Insofern dem­nächst, YOUseeK­LÜSCHEN­BERGHALLE“ und das erst­ma­lig am 19.09.2026 um 18.30 Uhr gegen die Meck­len­burg­er Stiere.