Black­Bulls erleben emo­tionale Achterbahnfahrt

1. Männermannschaft

4 min

10. März 2025

Jacob Grabow

BlackBulls feiern Heimsieg

Die Män­ner­mannschaft des Plauer SV durfte ihr Kön­nen in diesem März bere­its zweimal vor heimis­chem Pub­likum präsen­tieren. Im Kampf um den Klassen­er­halt in der Oberli­ga M‑V nehmen die Heim­spiele in der Klüschen­berghalle, nicht zulet­zt wegen der emo­tionalen Unter­stützung des Pub­likums, eine zen­trale Rolle ein. Das Drehbuch dieser bei­den Hand­ball­spielt­age hätte man sich jedoch nicht ner­ve­naufreiben­der aus­denken können.

Black­Bulls geben sich­er geglaubten Sieg aus der Hand

Am Sam­stagabend des 01.03. empf­ing der Plauer SV den Bad Dober­an­er SV 90 in der Klüschen­berghalle. Vor heimis­chem Pub­likum zeigten die Black­Bulls gegen den Oberli­ga-Ost­see-Spree-Absteiger lange eine starke Leis­tung, führten über weite Streck­en des Spiels – doch am Ende mussten sie eine bit­tere 22:23-Niederlage hinnehmen.

Die Par­tie begann mit einem schnellen Tre­f­fer der Gäste, doch Plau ließ sich nicht beir­ren und glich umge­hend aus. Beson­ders Paul Marschke und Felix Lang­mann set­zten in der ersten Hälfte immer wieder offen­sive Akzente, sodass sich die Black­Bulls nach 30 Minuten eine knappe 11:9‑Führung erar­beit­eten. Auch in der zweit­en Hal­bzeit blieb das Team von Train­er Raimo Schwabe zunächst tonangebend. Tom Jan­tke und Lennard Hof­mann sorgten mit wichti­gen Toren für eine schein­bar kom­fort­able Führung von 20:16 (46. Minute). Doch dann kam der Ein­bruch. Fehlwürfe, tech­nis­che Fehler und eine zunehmend nach­läs­sige Abwehr ermöglicht­en den Gästen aus Bad Dober­an eine Aufhol­jagd. Beson­ders Felix Herb­st und Sebas­t­ian Voigt dreht­en in der Schlussphase auf und bestraften die Plauer Nach­läs­sigkeit­en eiskalt. Dra­matik pur dann in den let­zten Minuten: Nach dem 22:22-Ausgleich durch Dominic Reu (55.) gelang Lucas Janke knapp eine Minute später der Tre­f­fer zum 22:23-Endstand. Die Black­Bulls hat­ten noch die Chance auf den Aus­gle­ich, bei der der Ball jedoch nicht den Weg ins Tor fand. Ein Spiel, das Plau nie hätte aus der Hand geben dür­fen. Doch am Ende bewies Bad Dober­an die größere Kaltschnäuzigkeit und ent­führte bei­de Punk­te. Nun gilt es, die Fehler aufzuar­beit­en und in den kom­menden Par­tien wieder Kon­stanz zu zeigen. Ohne­hin bleibt der Fakt, dass nach dem deut­lichen Ergeb­nis des Hin­spiels (33:14) wohl kein­er mit ein­er solch pos­i­tiv­en Leis­tung vor heimis­chem Pub­likum gerech­net hätte. Im näch­sten Heim­spiel am kom­menden Sam­stagabend kön­nen die Black­Bulls erneut ihre Leis­tung zeigen, in der Hoff­nung, dieses Mal eine punk­tere­ichere Aus­beute zu erzie­len. Das Spiel gegen die Meck­len­burg­er Stiere Schw­erin II wird am Sam­stag um 18:30 Uhr aus­ge­tra­gen, wobei Schw­erin, aktuell auf Tabel­len­platz fünf, zunächst als Favorit her­vorge­ht, während die Black­Bulls den klaren Fokus auf den Erhalt der MV-Liga-Klasse setzen.

Was lange währt, wird endlich gut!

Am ver­gan­genen Sam­stag empfin­gen die Black­Bulls ihren namhaften Geg­n­er aus der Lan­deshaupt­stadt. Die Meck­len­burg­er Stiere II überzeugten zulet­zt durch tem­por­e­ichen Offen­sivhand­ball und eine sehr agile Defen­si­var­beit. Bei­des hat­te ihnen im Hin­spiel noch einen deut­lichen 37:20-Sieg über die Black­Bulls beschert. Trotz­dem waren die Gäste durch den nur äußerst knap­pen Sieg des Bad Dober­an­er SV gewarnt, dass eine Favoriten­rolle in der Klüschen­berghölle kein Selb­stläufer ist.

Mit neuen Spielzü­gen bewaffnet woll­ten die Black­Bulls den Stieren ins­beson­dere in der Deck­ung den Zahn ziehen. Dieser Plan ging zunächst sehr gut auf. Während sich die Spiel­er aus der Lan­deshaupt­stadt noch immer an die örtlichen Bedin­gun­gen gewöh­nen mussten, zogen die Haush­er­ren ful­mi­nant mit 7:2 davon. Das früh zu ein­er Auszeit gezwun­gene Train­erteam der Gäste fand die richti­gen Worte und kon­nte sein tak­tis­ches Geschick unter Beweis stellen, denn die Anpas­sun­gen ver­halfen ihren Schüt­zlin­gen, den Rück­stand bis auf ein Tor wettzu­machen. Beim Spiel­stand von 10:9 in der 22. Spielminute mussten die Black­Bulls bere­its auf zwei ihrer jun­gen Rück­raum­spiel­er verzicht­en. Während Lennard Hof­mann ver­let­zungs­be­d­ingt geschont wurde, miss­glück­te Joshua Palasti ein Defen­sivzweikampf, was das Schied­srichterges­pann mit ein­er roten Karte ahn­dete. Die übri­gen Black­Bulls erspiel­ten sich einen Hal­bzeit­stand von 16:13, wobei ins­beson­dere Kreis­läufer Tom Jan­tke ver­mehrt in Szene geset­zt wer­den kon­nte. Trotz der Drei-Tore-Führung war die Stim­mung in der heimis­chen Kabine anges­pan­nt, hat­te man doch erneut eine kom­fort­able Führung ver­spielt. Die Gefahr bestand, die Erin­nerun­gen aus der Vor­woche in den Köpfen der Spiel­er zu man­i­festieren. Train­er Raimo Schwabe gelang das Gegen­teil. Er beschwor sein Team, dass es endlich an der Rei­he war, sich mit einem Heim­sieg zu belohnen. Was fol­gte, waren zwanzig begeis­ternde Minuten eines Hand­ball­spiels mit offen­em Visi­er bei­der Mannschaften. Von den Torhütern bis zu den Außen­spiel­ern liefer­ten alle Black­Bulls ihre Leis­tung ab. So auch Young­ster Felix Lang­mann, der mit ein­er 100%-Quote von der Sieben­meter­lin­ie seine Ner­ven aus Stahl unter Beweis stellte. Als man zehn Minuten vor Schluss mit 28:20 in Führung lag, spürte die ganze Halle, dass es heute ein­fach für einen Sieg reichen musste. Bis heute weiß nie­mand warum, doch die Black­Bulls sorgten selb­st dafür, dass es noch ein­mal span­nend wer­den würde. Tech­nis­che Fehler und Pässe in des Geg­n­ers Hand luden die Schw­er­iner zu schnellen Toren ein. Jet­zt war der küh­le Kopf in der Crunchtime gefragt, welch­er in der Vor­woche noch fehlte. Zu behaupten, die Black­Bulls hät­ten den Sieg kaltschnäuzig ins Ziel gespielt, wäre den­noch in jedem Falle Übertrei­bung. Vielmehr war es pur­er Wille, welch­er mit dem Ertö­nen der Schlusssirene in einem emo­tionalen Aus­bruch der Plauer Män­ner und ihrer Fans mün­dete. Mit 31:29 hat­te man die Meck­len­burg­er Stiere II geschla­gen und die Halle bebte.

Diesen Schwung möchte die Mannschaft am kom­menden Son­ntag mit an die Ost­see zum Tabel­len­nach­barn SV Warnemünde II nehmen, um weit­ere Punk­te für den Klassen­er­halt zu sammeln.

Heim Plauer SV
31 : 29 
(16 : 13)
Gast Mecklenburger Stiere Schwerin II
Spieler
Tore
Spieler
7
Jacob Grabow
3
31
Tom Jantke
8
42
Lennard Hofmann
22
Yannick Palasti
5
Joshua Palasti
1
11
Maximilian Waack
4
4
Gregor Menzel
12
Moritz Grabow
1
20
Felix Bache
1
1
Steffen Hopf
17
Dominic Reu
2
19
Felix Langmann
3/3 + 2
13
Paul Marschke
5
18
Florian Kinzilo
1
2
Leo Genzmer
5
Jonas Roßmann
56
1
Noah Hub
31
Janis Sarrach
73
Lucas Schwanke
99
5 + 1/1
Ray Warnst
28
5
Hannes Alfred Kübler
33
3
Julian Seidel
10
0
Bastian Voltin
2
3 + 1/2
Maximilian Manthei
11
5
Mika Fröbel
3
Tim Jonas
90
3
Tom Lukas Hahn
13
Sporthalle am Klüschenberg, 08.03.2025 18:30 Gelbe Karte Rote Karte Zeitstrafe